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Ruanda: Pionier gegen den Plastikmüll
Ruanda statuiert ein Exempel in der Weltbewegung, die gegen die Plastiktüten kämpft. Da die herumliegenden Folien einerseits einen idealen Lebensraum für Mücken bieten und sich andererseits sehr langsam zersetzen, wurde vom ruandischen Umweltministerium 2005 ein Verbot für Plastiktüten erlassen. Der Erfolg dieser Maßnahme ist in der Hauptstadt Kigali offensichtlich: Plastiktüten hängen nicht mehr in den Bäumen, blockieren keine Abwasserkanäle und töten keine Tiere mehr, die sie früher oft heruntergeschluckt haben. Das Land ist froh, einige Umweltprobleme los geworden zu sein und andere mindestens zu verkleinern. Da die Geschäfte nur noch Taschen aus Stoff, Papier oder anderen biologisch abbaubaren Materialen anbieten dürfen, beklagen sich Straßenverkäufer und Kleinunternehmer über die hohen Kosten. Doch die mobilisierte ruandische Bevölkerung trägt gerne Körbe, um die Landschaft vom Müll zu befreien.
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