Ziegenbank

Projekt "Ziegenbank"

Dieses Projekt erschien uns so überzeugend, dass wir bereits für einen größeren Dorfverband 300 "Stammziegen" in Auftrag gaben.

Die Verteilung von Ziegen in Ruanda beginnt mit der Abgabe einer Erklärung, dass das erstgeborene Zicklein zurückgegeben wird, das dann wieder einer anderen bedürftiger Person gegeben wird.
Nach dem Rotationsprinzip können nach und nach immer mehr Familien mit Ziegen versorgt werden. Die Ziegenhalter müssen als Bedingung außerdem einen einfachen, aus Stöcken und Reisig gefertigten Pferch vorweisen, um Mist für die Verbesserung des Bodens zu gewinnen. Dies ist sehr wichtig für den ausgelaugten Boden und seine landwirtschaftliche Nutzung.

Eine unerwartete Nebenwirkung ging von dem Ziegenprojekt aus. Es entwickelte sich ein Solidaritätsbewustsein unter den Familien, die eine Ziege erhalten hatten, das nicht nur untereinander zu einer gegenseitigen Hilfestellung führte, sondern auch andere mit einbezog. Aus freiem Antrieb organisierten sich Gruppen, die beschlossen z.B. für Obdachlose Häuser zu bauen. Alle halfen mit bei der Vorbereitung der Baustelle, der Herstellung von Lehmziegeln und beim Verputz.

 Zuteilungsprinzip

Vorrang bei der Zuteilung einer Ziege haben zunächst
allein stehende Frauen und Mädchen, die je eine Gruppe
von Waisenkindern betreuen

Witwen, die trotz ihrer Armut bereit sind, zu ihren Kindern
noch Waisen aufzunehmen

Notleidende Frauen