Pater Ferdinand

800 km bis zum nächsten Kaufmann
und das über Stock und Stein!

können Sie sich das vorstellen? Die Straßen im Nordosten des Kongos sind so schlecht, dass ein Lkw – vor allem in der Regenzeit – Monate braucht, um diese 800 km zurückzulegen. Die Straßenlöcher sind so groß, dass Pkws darin verschwinden. Es gibt kaum Verbindung zur „Außenwelt“. Das einzig brauchbare Fahrzeug ist das Fahrrad! Damit wird Salz aus dem 800 km entfernten Arrivara / Grenze zu Uganda geholt!
Auf Fotos und im Film eine Idylle. Friedlich grasende Flusspferde vor der Mission. Urwald. Unzählige exotische Vögel, die mit ihrem Gesang das Bild des Paradieses unterstreichen. Doch die Wirklichkeit für die Menschen dort sieht anders aus. Tropenkrankheiten wie Malaria, die von der Tsetsefliege übertragene Schlafkrankheit sowie Wurm- und Hautkrankheiten lassen die Einheimischen jung sterben.

Inzwischen gibt es auch Aids. Versprengte Soldaten und entwurzelte Menschen, die sich vor rivalisierenden Rebellengruppen verstecken, bringen immer noch Leid. Aberglaube, veraltete und unwirtschaftliche Anbaumethoden tragen zur Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts bei.
Pater Ferdinand lebt seit 1972 in Ndendule, einem kleinen Dorf mit 300 Einwohnern am Rande des Urwalds. Seine Idee ist es, nicht nur zu missionieren oder Entwicklungshilfe zu leisten, sein Ziel ist es, die Menschen zum Umdenken zu bewegen, eine Bewusstseinsänderung in ihnen zu erzeugen. Ein mühsamer, langwieriger Prozess!
So hat er ein Schulungszentrum aufgebaut, dessen Prinzip darin besteht, jeweils mehrere Familien eines Dorfes für jeweils drei Monate einzuladen. Dort werden sie in Ackerbau und Viehzucht, Hausbau, Haushalt und Hygiene und in Spiritualität ausgebildet.
Ora et labora – der Wahlspruch des Ausbildungszentrums!
Da die medizinische Versorgung vor allem wegen fehlender Medikamente sehr schlecht ist, wird großer Wert auf die Nutzung der einheimischen Heilkräuter gelegt. Den Leuten wird gezeigt, wie hilfreich so ein Kräutergarten ist.
Sie lernen den Vorteil von eigenen Schafen kennen und wie man Häuser baut, die sowohl Termiten und Ungeziefer als auch tropischen Regengüssen besser trotzen können: wichtig für ein gesünderes Leben.
Die Frauen erfahren, wie sie ihr Selbstbewusstsein stärken und einfache Regeln der Hygiene und der Gesundheitsvorsorge anwenden, indem sie z.B. die Umgebung ihrer Hütten wegen der Moskitos sauber halten und die Artemesias-Pflanze als wichtiges Heilkraut gegen die Malaria anbauen.
Das kleine Zentrum ist weit über die Region hinaus bekannt. Interessierte kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad sogar über 600 km angereist, um dort ausgebildet zu werden.

 

 

 

 

 

 

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Pater Ferdinand möchte den Menschen helfen, das Vermittelte auch in die Tat umsetzen zu können. Dafür braucht er Werkzeuge, einfache Gebrauchsgüter, die die Leute mit nach Hause nehmen können. Weil aber der Transport so schwierig ist, sind die einfachsten Güter dermaßen überteuert, dass sie sich kein Bauer leisten kann (1 Sack Zement kostet 35 EUR, eine leere Glasflasche wird wie ein Schatz gehütet). Pater Ferdinands Traum ist ein robuster Lkw, um in der Trockenzeit selbst billiger die nötigen Waren aus Uganda holen zu können. Alle gekauften Artikel sollen so einfach und vielseitig wie möglich sein.
Bitte helfen Sie uns, Pater Ferdinands Traum zu verwirklichen.
Ein Lkw für Ndendule!

Bankverbindung:
Heinsberger Volksbank, Konto Nr. 300 78 78 078, BLZ 390 619 81