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Für die meisten Europäer ist Afrika der Kontinent der Kriege und Katastrophen. Die Medien zeigen Bilder von Kindersoldaten und hungernden Menschen. Tourismusbranche ergänzt das Afrikabild bestenfalls mit Fotos aus exotischen Tierparks. Über die positiven Entwicklungen in Afrika wird wenig berichtet. Kriege und KAtastrophen sind eine traurige Wirklichkeit Afrikas. Allein der Kongokrieg hat über 3 Millionen Menschenleben gekostet. Verglichen damit sind die Opfer des internationalen Terrorismus eine kleine Zahl. Aber der Kongokrieg interessiert kaum, auch deshalb, weil es zu viele andere Kriegsschauplätze auf dem Kontinent gibt. Noch vor drei Jahren sprach man von 14 Kriegen und bewaffneten Konflikten, vom Krieg der algerischen Islamisten gegen ihre eigene Bevölkerung bis zum 20-Jährigen Bürgerkrieg in Angola.
Die Frage stellt sich, warum gerade in Afrika sich so viele Konflikte in den letzten Jahrzehnten entzündet haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die internationale Politik während des kalten Krieges bescherte Afrika mehrere ideologische “Stellvertreterkriege”. Die erste und die zweite Welt konnten sich keine direkte Konfrontation erlauben, da sowohl die Westmächte wie auch der Ostblock Atomwaffen besaßen. Also bekriegte man sich auf Kosten anderer und auf fremden Terrain in der Dritten Welt. Russland und Amerika habe seinerzeit die ideologischen Kriege in Äthiopien, Angola und Mosambik mit enormen Mengen von Waffen unterstützt.
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Am Ende jeden Krieges in Sierra Leone, Liberia und Angola engagierten sich die Salesianer, ehemaligen Kindersoldaten und Straßenkindern durch Berufsbildung eine Reintegration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Ähnliche Programme sind überall nötig. Wenn auch nur ein Bruchteil der Summen, die in den Irakkrieg und die Terrorismusbekämpfung fließen, in ein Marshalprogramm für afrikanische Nachkriegsstaaten investiert würde, könnte der Kontinent endlich einer friedlichen Entwicklung entgegensehen.
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