|
Top-Programm für ein ernstes Anliegen „Wir für Ruanda - ACA“ lädt zum Afrikafest nach Oberbruch 8. und 9. August 2009
15 Jahre existiert und arbeitet der Verein „Wir für Ruanda – ACA“ in Oberbruch. Bei jährlichen Besuchen im Zentrum Afrikas realisieren Dr. Bierbaum und seine Helfer die in Oberbruch entstandenen Ideen zu Hilfsvorhaben und schaffen vor Ort Fakten. Zu den bedeutendsten Projekten gehören u.a. der Aufbau einer Lehrschreinerei in Rango/Ruanda oder etwas die Rehabilisierung des Krankenhauses von Mweso/Kongo. Hilfsprojekte also nicht nur in Ruanda, sondern darüber hinaus im Kongo, in Kenia, Burundi und sogar in Namibia.
Daher auch der Beiname „ACA“, was bedeutet „Action centrale afrique“.
Zum bevorstehenden Sommerfest, das in diesem Jahr zum „Jubiläums-Afrika-Fest“ gereift ist, sagt Vereinsgründer und Vorsitzender Bernd Bierbaum: „Wir wollen mit unserem Fest auch allen anderen Vereinen, die für Afrika kämpfen, eine Plattform zur Selbstdarstellung bieten. Afrika, das ist ein Problemkreis. Alle dort aktiven Vereine haben mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen. Gemeinsam können wir sicher mehr erreichen, als wenn jeder das Rad wieder neu erfinden will.“
Der Mann weiß, wovon er redet. Er selbst begleitet und leitet die nicht ungefährlichen Unternehmungen, die die Helfer auf dem Landwege über unwegsame Routen, aber auch durch gefährliche Krisengebiete führen. – Da sind neben Sprachkenntnissen auch immer Improvisationstalent und Einfühlungsvermögen gefragt. Dies beherrscht der Oberbrucher Arzt; dort, im Herzen Afrikas, wie zuhause in seiner Praxis und darüber hinaus.
Das Denken und Sich-engagieren über das Wartezimmer hinaus sind ihm geradezu ein Bedürfnis. So denkt er bei dem Jubiläums-Sommerfest auch an die, um die es eigentlich geht.
Dr. Bierbaum: „In unserm Kreis leben mehr als 100 kongolesische Asylsuchende. Als stellvertretender Vorsitzender des Flüchtlingsrates im Kreis Heinsberg, bin ich immer wieder der Tatsache begegnet, dass diese Menschen quasi wie ein Fremdkörper isoliert in ihrer eigenen Kultur unter uns leben. Auf unserem Afrikafest jedoch sollen sie die Möglichkeit haben, ihre Kultur und ihre Lebensfreude mit uns Deutschen zu teilen. Sie werden mit uns und für uns kochen, tanzen, singen. Ihre farbenfrohen Gewänder werden wieder lebendige Farbtupfer bei unserem Fest sein. Sie werden am Sonntagmorgen mit uns beten und singen und ihre Kinder werden in Frieden und Freude mit den unseren spielen und herumtollen. Hoffentlich kommen wieder viele afrikanische Freunde. Damit wir uns alle besser gegenseitig kennen- und verstehen lernen. Dies ist ja auch eine unserer Aufgaben, weil Entwicklungshilfearbeit auch immer Friedensarbeit ist, und diese beginnt bereits bei uns vor der Haustüre. - Deshalb möchte ich es nicht versäumen, ganz besonders alle unter uns lebenden Menschen afrikanischer Herkunft zu diesem Feste einladen und alle anderen, die sich von Afrika und seiner Schönheit haben infizieren lassen.“
Auch in kulinarischer Hinsicht wird in Oberbruch ein „Hauch Afrika“ zu erleben sein: Neben den obligatorischen „Hungerverdrängern“ wie Pommes, Würstchen und Reibekuchen wird es „Echt-Afrikanisches“ geben. Elisa Schürings, die von Mozambik nach Deutschland kam, zaubert exotische Köstlichkeiten wie Samoussas, Pankakis, Matata und Madebe… Original kongolesisches Essen wird Anni Mandale zubereiten, wie man es von früheren Festen des Vereins kennt. – Wem nun, in Gedanken an exotische Gewürze schon warm ums Herz wird, muss sich vertrösten lassen auf das Wochenende vom 8. bis 9. August. Das große Afrikafest, bei dem Landesvater Dr. Jürgen Rüttgers der Schirmherr ist, beginnt samstags um 14 Uhr, sonntags um 10.30 Uhr in der Realschule Oberbruch. Für Unterhaltung sorgen u. a. ein Handwerker- und Hobbykünstlermarkt, Tombola und Trödelmarkt, Kinderspaß und –schminken. Dazu treten bekannte Bands und Interpreten auf, wie Glenrock, beets’n berries, Strings & Voices, die Bigband Oberbruch, das Trommlercorps Eschweiler und viele andere. [mehr...]
|